Lindenholz zum Schnitzen – Holzauswahl

Holz hat unendlich viele unterschiedliche Strukturen — kein Schnittbild gleicht dem anderen. Asteinschlüsse, Maserungen und unterschiedliche Farbtöne machen diesen Werkstoff so einzigartig.

Vor dem Schnitzen sollte man sich Gedanken zum Motiv machen. Nicht immer ist eine kräftige Maserung von Vorteil — sie kann einem Werk sogar seine Aussagekraft nehmen. Je feiner die Arbeit werden soll, desto besser eignet sich ein Holz mit gleichmäßig ruhiger Maserung, wie es Lindenholz bietet.

Geübte Schnitzer binden Asteinschlüsse und lebhafte Maserungen in ihre Arbeiten mit ein und verleihen ihrem Werk damit eine besondere Note.

Das beste Holz zum Schnitzen

Das gebräuchlichste Holz ist bis heute das Lindenholz. Es hat eine ruhige und gleichmäßige Oberfläche und lässt sich in allen Richtungen gut schneiden. Anfänger sind mit Lindenholz oder Weymouthskiefer sehr gut beraten.

Zirbelholz weist ähnliche Eigenschaften auf, ist jedoch schwerer zu bekommen. Für Kettensägen-Schnitzarbeiten, große Plastiken, Holzdecken und Balkone eignen sich Fichte und Kiefer besonders gut.

Kauf und Qualität

Lindenholzbrettchen findet man in Bastelgeschäften vor Ort oder im Internet ab ca. 5 Euro. Achtet darauf, dass das Holz so wenig Asteinschlüsse wie möglich hat. Je gleichmäßiger die Maserung, desto leichter lässt es sich bearbeiten.

Beim Holzeinkauf sollte darauf geachtet werden, dass es weder Holzfehler, weißliches Splintholz noch Astdurchbrüche aufweist und nicht spröde ist. Das Holz sollte abgelagert und verzerrungsfrei sein.

Mein Tipp: Wählen Sie Ihr Schnitzholz wenn möglich selbst aus — kaufen Sie nicht die „Katze im Sack".

Ich verwende am liebsten Lindenholz zum Schnitzen.

→ Schnitzwerkzeug für Einsteiger