Die Werke sind in Bad Zell
Meine Werke stehen nicht mehr bei mir. Ich habe sie im Herbst 2025 persönlich an den Bürgermeister von Bad Zell, Martin Moser, übergeben – als Schenkung an meine Heimatgemeinde.
Bad Zell ist der Ort, an dem alles angefangen hat. Hier habe ich als Bub das erste Mal ein Schnitzmesser in der Hand gehabt. Den Ziehbrunnen und den geschnitzten Deckenbalken habe ich 1985 und 1986 gemeinsam mit meinem Onkel Franz und meinem Vater gemacht; beide sind bis heute im Elternhaus. Es hat sich richtig angefühlt, dass auch der Rest dorthin zurückgeht.
Warum verschenken?
Weil sie so mehr sind als bei mir im Regal.
Ein geschnitztes Stück, das niemand sieht, ist nur ein Stück Holz. In einem Gebäude, in dem Menschen ein und aus gehen, wird es wieder das, wofür es gemacht wurde. Und weil ich mit den Werken nichts verdienen will, können sie etwas bewirken: Spenden, die über diese Seite angeregt werden, gehen zu hundert Prozent an Einrichtungen für schwerkranke Kinder und an Tier-Gnadenhöfe. Sie fließen direkt dorthin, nicht über mich.
Wo sie hinkommen
Stand: Juli 2026
Bad Zell baut derzeit ein neues Gemeindezentrum. Am 24. Juni 2026 war der Spatenstich, im Juli haben die Bauarbeiten begonnen. Nach den Plänen des Bad Zeller Architekten Johannes Quast entstehen mitten im Ort, am Marktplatz, zwei Baukörper mit einer Fußgängerzone dazwischen: das zweigeschoßige Gemeindezentrum, ein neues Musikheim, eine Bankstelle, ein Trauungs- und ein Vereinsraum. Die historische Häuserzeile am Marktplatz bleibt erhalten. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen, die Eröffnung für 2028.
Die Werke sollen im neuen Gebäude einen eigenen Platz bekommen. Wo genau, steht heute noch nicht fest – das Haus wird ja erst gebaut. Sobald es feststeht, steht es hier.
Bericht über den Spatenstich: Tips Freistadt, 24. Juni 2026
Und diese Website?
Sie ist das zweite Zuhause der Werke.
Ein Gebäude kann zeigen, wie ein Stück aussieht. Es kann nicht erzählen, dass die Truhe 1982 unbeschnitzt bei einem Tischler stand, dass mein Vater sie entdeckt hat und dass ihr Deckel mich später in die Kaserne nach Wien begleitet hat. Solche Geschichten gehen verloren, wenn sie niemand aufschreibt.
Deshalb steht hier zu jedem Werk, wann es entstanden ist, aus welchem Holz es ist und warum ich es gemacht habe. Diese Seite soll später ebenfalls der Gemeinde Bad Zell gehören – damit die Geschichten bei den Werken bleiben, auch wenn ich sie irgendwann nicht mehr erzählen kann.