Meine Geschichte
Mein Name ist Herbert Mitterlehner. In der ober-österreichischen Landeshauptstadt Linz habe ich 1962 das Licht der Welt erblickt und bin in Bad Zell, einem kleinen Dorf im Mühlviertel, aufgewachsen.
Dass ich zur Schnitzerei kam, war einerseits ein beinahe schon witzig zu nennender Zufall, andererseits war es die Umgebung, in der ich aufgewachsen bin, die mich wohl schon früh für das Holzschnitzen prädestiniert hat. Das Mühlviertel ist eine Region, in der das Holzschnitzen eine lange und lebendige Tradition hat. Die Kunst des Holzschnitzens ist ein eng in der Region verwurzeltes Kulturgut, nicht nur was Kerb- und Reliefschnitzerei angeht, sondern auch mit Blick auf die Vollplastik. Sechs wirklich große Werke der Schnitzkunst in Form von gotischen Flügelaltären sind hier entstanden, darunter der weltberühmte Kefermarkter Flügelaltar.
Dieses Handwerk wurde nicht nur 'einfach so' betrieben. Stets hat hier eine fundierte Ausbildung der Handwerker und Künstler bestanden. So wurde im Bericht der Handels- und Gewerbekammer vom 10. April 1872 unter anderem die Einrichtung einer Lehrwerkstätte für Holzschnitzerei mit einer elementaren Mustersammlung zur Hebung und Förderung der in der Gegend um Altmünster und Traunkirchen betriebenen Holzschnitzerei-Industrie empfohlen. Beide Orte liegen zwar ein gutes Stück weit südwestlich von Linz. Ausbildungsstätten wie diese haben aber bis heute einen großen Einfluss auf die gesamte Region.
Kein Wunder – um den Bogen zur Gegenwart und zu meiner Geschichte zu schlagen –, dass hier auch immer wieder Holzschnitz-Kurse abseits des gewerblichen Handwerks veranstaltet werden. Einen solchen Kurs besuchte 1980 mein Vater, musste ihn aber aus Zeitmangel abbrechen. Da sprang ich ein, damit nichts verloren gehen sollte, und durfte die letzten Lektionen besuchen – und dann blieb ich diesem mir schnell lieb gewordenen Hobby bis heute treu.
Eine große Hilfe war mir dabei immer das Schnitzbuch von Dr. Josef Mader, welches zum Schnitzen Anleitung und Inspiration gewesen ist. Das Buch ist inzwischen allerdings nur noch antiquarisch zu bekommen: „Vom Kerbschnitzen zum ornamentalen Reliefschnitt".
1982 bereits wählte ich meinen Künstlernamen 'Kerber', den ich einfach vom Kerbschnitzen abgeleitet habe. Der Name 'Kerber Carving Art' entstand später mit dem Einzug des Digitalzeitalters. Meine Seite www.kerber-carving-art.com ging am 2. September 2015 an den Start. Die Idee dahinter war und ist, anderen Menschen meine eigenen Arbeiten zu präsentieren und sie für dieses Hobby zu begeistern, was auch digital, übers Internet, sehr gut möglich ist, wie Besucher meiner Seiten schnell sehen werden.
Mein persönlicher Werdegang insgesamt ist ziemlich bunt. Ich habe begonnen als Bodenleger und Raumausstatter in Bad Zell und in Düsseldorf. Später war ich Unternehmer in Österreich, wurde Zeitsoldat und schließlich Fernfahrer. 1990 bin ich nach München umgezogen, war dort Verkäufer in einem Teppichcenter, war zehn Jahre selbständig und arbeitete als Nutzfahrzeug-Mechaniker und Fahrzeug-Innenausstatter, sowie als Baumarkt-Verkäufer und – last but not least – auch noch als Hausmeister in einem der ersten Häuser Münchens. Bunt genug? Nur eines: meinem Hobby, der Holzschnitzerei, bin ich von Anfang an treu geblieben bis heute.
Ich habe auch bald begonnen, meine Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Schon 1982 habe ich an einer Gemeinschaftsausstellung in der Peterskirche in Wien teilgenommen. Es folgten Ausstellungen im Schloss Weinberg / Kefermarkt und bei der Mühlviertler Messe in Freistadt. Von einer Ausstellung in München sind leider einige meiner Werke nicht mehr zurückgekehrt (siehe auch meine Werke-Seite). Sie müssen wohl irgend jemandem zu gut gefallen haben…
2018 habe ich mich für den 'Luxembourg Art Prize' und den 'Kitz Award' beworben und darf an beiden Wettbewerben teilnehmen.