Ornamente schnitzen

Ornamente – Ranken und Blattmuster als Vorlage für Schnitzarbeiten

Ornamente Schnitzen setzt bereits sehr gute Kenntnisse in der Schnitzkunst voraus. Hier sind sehr genaues Arbeiten, Platz und Ausdauer gefragt. Bei Ornamenten handelt es sich meist um Elemente, die auch große Flächen bedecken können.

Ornamente unterscheiden sich von Bildern und Skulpturen dadurch, dass sie meist abstrakte und sich wiederholende Muster sind. Sie werden nicht nur in der Schnitzkunst eingesetzt, sondern können auch gegossen, gedruckt, geprägt oder gebogen sein. Auch die Stuckkunst und das Maurerhandwerk verwenden Ornamente zur Verzierung von Decken, Wänden und Fassaden. Ornamente finden weiters auch bei Schmuck, Ton oder Emailwaren Verwendung.

Ornamente können aus Ranken, Blättern, Blumen, geometrischen oder geschwungenen Fantasiemustern bestehen. Sie befinden sich in sakralen, historischen und anderen Bauwerken.

Ornamente in der Schnitzkunst

In der Schnitzkunst finden Ornamente bei Möbeln, Türfüllungen, Holzdecken oder auch Schildern Verwendung. Dazu werden die Ornamente zuerst auf das Werkstück gezeichnet, der Hintergrund vertieft und die Motive in ihre Form gebracht. Sie können als Einzelteile auf eine Grundplatte aufgeleimt, aus einer Vollholzplatte herausgeschnitzt oder als Durchbruchschnitzerei ausgeführt sein. Geschnitzte, sich wiederholende Rosetten gelten ebenfalls als Ornamentschnitzerei.

Bei der Durchbruchschnitzerei wird der Hintergrund komplett herausgesägt oder geschnitzt. So entsteht eine Art Gitterwerk. Hier ist besonderes Augenmerk auf die Holzauswahl zu legen. Das Holz dafür soll zur Vermeidung von Astausbrüchen astfrei sein. Es empfiehlt sich festes, also hartes und feinjähriges (langsam wachsendes) Schnitzholz, um nach der Fertigstellung der Kunstwerke keine bösen Überraschungen zu erleben.

Bei der Durchbruchschnitzerei ist weiters darauf zu achten, dass sich alle Teile fest zusammenhängend stützen und nicht zu dünn sind. Zu dünne Elemente brechen leicht weg. Beim Schnitzen einer Durchbruchschnitzerei empfiehlt es sich, das Werkstück nach dem Entfernen der Durchbrüche mit einer Zeitung-Zwischenschicht auf eine Holzplatte aufzuleimen. Nun lässt sich das Kunstwerk wie beim Reliefschnitzen bearbeiten.

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